Anti-Kohle-Kette-GAT-11-04-2015

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Gemeinsame Presseerklärung des Trägerkreis „Anti-Kohle-Kette“ vom 10. April 2015

Braunkohle-Protest in mehr als 20 Städten

Umweltaktivisten rufen diesen Samstag zur Teilnahme an Anti-Kohle-Kette auf

 

Gelnhausen, 10. 4. 2015 – Gegen die Gesundheits- und Umweltschäden durch die Verbrennung von Braunkohle demonstrieren am morgigen Samstag Aktivisten der Umweltverbände Greenpeace und Campact in mehr als 20 Städten, darunter Köln, Berlin und Dortmund. In Gelnhausen ist Greenpeace mit einem mobilen Infostand ab 11:00 Uhr unterwegs.Infopunkte werden sein:Obermarkt, Untermarkt, Langgasse, Müllerwiese, Ziegelhaus, am Ziegelturm und Bahnhof.
 

 

Mit ihrer Aktion rufen die Umweltschützer zur Teilnahme an der Anti-Kohle-Kette am 25. April am Braunkohletagebau Garzweiler in der Nähe von Köln auf. Die Menschenkette wird von einem breiten Bündnis aus Umweltorganisationen wie dem BUND, Campact, Nabu, Klima-Allianz und Greenpeace organisiert. „Immer mehr Menschen begreifen, dass Klimaschutz den Kohleausstieg braucht. Dafür wird die Anti-Kohle-Kette ein starkes Zeichen setzen“, sagt Chris Methmann von Campact. „Wenn Deutschland und Nordrhein-Westfalen ihre Klimaziele erreichen wollen, muss ein Großteil der Braunkohle im Boden bleiben.“ Die Demonstranten fordern von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), im Streit um den Beitrag der Braunkohle zum Klimaschutz nicht vor dem Druck der Kohlelobby einzuknicken.

 

Kohlekraftwerke für zwei Drittel des Ausstoßes von Quecksilber verantwortlich

 

Die noch immer wenig bekannten Gesundheitsgefahren durch Quecksilber-Emissionen beleuchtet ein in dieser Woche veröffentlichter Greenpeace-Report (gpurl.de/giftige-Kohle). Kohlekraftwerke sind mit sechs Tonnen für gut zwei Drittel des in Deutschland emittierten Quecksilbers verantwortlich. Braunkohlekraftwerke alleine stoßen die Hälfte der Gesamtmenge aus. Quecksilber ist besonders für die körperliche und geistige Entwicklung von Föten und Kinder gefährlich. „Es ist ein Skandal, dass in Europa jedes Jahr knapp zwei Millionen Babys mit bedenklichen Quecksilberkonzentrationen im Blut geboren werden. Dafür sind maßgeblich Kohlekraftwerke verantwortlich. Auch deshalb brauchen wir einen Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2030“, fordert Dirk Jansen, Geschäftsleiter BUND Nordrhein-Westfalen.

 

Zur Anti-Kohle-Kette am 25. April werden tausende Kohlegegner aus der Region und aus ganz Deutschland erwartet. Im Vorfeld haben die Umweltverbände mit zahlreichen Infoveranstaltungen und Filmvorführungen über die Folgen der Braunkohle-Tagebaue informiert. Heute wird um 16 Uhr auf der Klima-Konferenz „Kampf ums Klima“ an der Universität Köln der aktuelle Greenpeace-Report „Quecksilber: Gift fürs Gehirn - Die gesundheitlichen Folgen der Kohleverstromung“ vorgestellt.

 

Alle Informationen zu Anti-Kohle-Kette: www.anit-kohle-kette.de

 

 

Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet:  www.greenpeace.de, auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.

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