Mahnwache in Bad Soden

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10.3.2017
Mahnwache in Bad Soden-Salmünster
Fukushimas strahlendes Erbe

„Was ist in den Fässern drin?“, fragten uns drei neugierige Jungen am blauen Platz in Bad Soden.
Sie hatten noch nie etwas von Atomkraftwerken und Radioaktivität gehört. Erstaunt hörten sie unseren Erklärungen zu und hoben dann die gelben Fässer mit dem Radioaktivitätszeichen hoch.

Für tausende von Menschen, die rund um die Reaktoren von Fukushima wohnten, war der 11.März 2011 ein schicksalhafter Tag. An diesem Tag verloren sie ihre Heimat und mussten wegziehen, weil das Land verstrahlt war.
Und jetzt hebt die japanische Regierung die Evakuierungsmaßnahmen auf. Mehr als 10 000 Familien sollen wieder zurück in die verstrahlte Gegend ziehen. Im kommenden Jahr werden auch die staatlichen Entschädigungszahlungen für betroffene Haushalte beendet. Das bedeutet für die meisten Evakuierten, dass sie sich wirtschaftlich zur Rückkehr genötigt sehen.

Doch der Widerstand – vor allem von Frauen – wächst.

Tschernobyl und Fukushima können nicht ungeschehen gemacht werden. Doch wir alle können uns dafür einsetzen, dass Atomkraftwerke abgeschaltet werden und die Energiewende endlich in Gang kommt.

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