Umweltfest in Rodenbach

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3.10.2016 Umweltfest in Rodenbach
Plastikmüll im Meer
Viel war los auf dem Umweltfest in Rodenbach. Das Thema Plastik interessierte die Leute. Sie waren schon über das Thema informiert und zeigten uns ihre Stoffbeutel oder erzählten uns, was sie alles taten, um Plastikmüll zu vermeiden. Vorbildlich!
Als sie aber raten sollten, wie lange es dauert bis z.B. eine Angelschnur oder eine Plastikflasche in einzelne Bestandteile zerfallen ist, gab es doch erstaunte Gesichter: die Plastikflasche ca. 450 Jahre, eine Angelschnur sogar 600 Jahre. Ein schönes Geschenk für die nachfolgenden Generationen!
Und dieses Mikroplastik landet im Meer und dient den Meeresbewohnern als Futter. Und gelangt damit in die Nahrungskette: Fisch frisst Plastik, Mensch isst Fisch. Auch in Krusten- und Schalen-tieren wurden Plastikpartikel nachgewiesen. Laut einer Studie sind 86 % der norwegischen Hummer, die vor Westschottland gefangen wurden, mit Mikroplastik belastet.
Im Nordpazifik zirkuliert ein Müllstrudel so groß wie Mitteleuropa. Würde man versuchen, das Mikroplastik im großen Stil herauszufiltern, wäre gleichzeitig das Plankton mit im Filter. Plankton ist aber die unentbehrliche Nahrungsgrundlage der Ozeanbewohner.
Dazu kommen noch die Mikroperlen in Kosmetikprodukten. Für die Klärwerke sind diese sog. Mikrobeads zu klein um herausgefiltert zu werden. Sie gelangen in Flüsse und Meere. Deshalb muss eine gesetzliche Vorgabe her, um Mikroplastik aus Verbrauchsgütern zu verbannen. Es gibt natürliche Alternativen: gemahlene Nussschalen oder mineralische Stoffe wie Salzkristalle, Tonerde und Kreide.
Und für die Wirtschaft gilt: Weg mit den Wegwerfprodukten!
Sie soll haltbare und vollständig wiederverwertbare Produkte herstellen. Im Moment lassen sich nur wenige Plastikprodukte ohne Qualitätsverlust recyceln.
Und was kannst du tun?
- Statt einer Plastikflasche eine Glasflasche verwenden.
- Einen eigenen Kaffee-to-go-Behälter mitnehmen.
- Einen Stoffbeutel, Rucksack oder Korb zum Einkaufen benutzen.
- Eine Lunchbox verwenden.
- Naturkosmetik kaufen.
- Plastikmüll in den gelben Sack oder die gelbe Tonne werfen.
Vielleicht fällt dir selbst noch was ein