88. Fukushima-Mahnwache Hanau

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4.11.2019

88. Fukushima-Mahnwache in Hanau

 

Auf Einladung der Anti-Atomgruppe Hanau waren wieder drei von uns vor Ort.

In einer Schweigeminute gedachten 20 Personen der Opfer der Atomkatastrophe. Für die Atomkraft-Gegner ist es nach wie vor sehr wichtig, immer wieder auf die Gefahren der Atomkraft hinzuweisen.

Drei Spitzenmanager von Tepco wurden in einem der prominentesten Gerichtsverfahren freigesprochen. Sie entschuldigten sich zwar für den Unfall, plädierten aber auf Freispruch.

Themen waren auch die zeitweise wieder aufkeimende Atomeuphorie wie auch die große Gefahr durch Schweizer AKWs. Beznau ist das dienstälteste AKW der Welt (50 Jahre!!!). Es liegt 60 km von Freiburg entfernt.

Werner Neumann vom BUND stellte den Uran-Atlas vor:

Seit den 1930er Jahren wird Uran aus der Erde geholt, zuerst in der belgischen Kolonie Kongo, dann jahrzehntelang in Südafrika und heute in Namibia und Niger. Uran steckt in AKWs, Atombomben und Geschossen, die Panzer durchdringen. Nur 10 Konzerne dominieren den weltweiten Markt. Mit 130 Atommeilern am Netz ist die Europäische Union immer noch der weltweit größte Verbraucher. Auch in Deutschland wird trotz beschlossenem Atomausstieg an der vierten AKW-Generation geforscht. Doch mit Milliardenverlusten und der Konkurrenz durch die Erneuerbaren ist Atomenergie ein Auslaufmodell – während der Müll, inzwischen sind weltweit 350.000 hochradioaktive Tonnen angefallen, weiter strahlt.

(Quellen: IPPNW. BUND,ausgestrahlt, Die Zeit, FR und FAZ, Brief von Hern Kobayashi aus Tokio)

 

Weiterführende Links

Uran-Atlas, BUND

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