Aktionstag Hohe Arktis

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Am Samstag, dem 20.04.2013, veranstalteten wir in Bad Orb am Salinenplatz eine Protestaktion für ein Schutzgebiet in der Hohen Arktis. Dieser Protest war Teil eines weltweiten Aktionstages, der in Deutschland in 60 Städten stattfand. Wir sammelten Unterschriften von Menschen, die sich für die einzigartige, noch unberührte Natur der kältesten Region unseres Planeten einsetzen wollen.

In der Arktis werden große Reserven an Öl und Gas vermutet. Mit dem durch den Klimawandel begründeten Rückzug des Polareises scheinen diese für die Ölindustrie zur Ausbeutung freigegeben. Kommt es in den arktischen Gewässern zu einem größeren Ölunfall, bedeutet das ein ökologisches Desaster. Auf und unter dem Eis kann das Öl nicht entfernt werden. Bei tiefen Temperaturen dauert der Zersetzungsprozess des Öls Jahrzehnte und Tiere und Pflanzen aus der Region würden dauerhaft geschädigt. Bisher gibt es keinen Plan für das Verhalten bei Unfällen, noch ausreichend Rettungsschiffe oder Helikopter. Stationen, von denen aus Hilfsaktionen gestartet werden könnten, sind hunderte Kilometer entfernt, die Wetterbedingungen sind unvorhersehbar. Die Anrainerstaaten müssen die Konsequenz ziehen und die Vorhaben zur Industrialisierung der Arktis komplett aufgeben.
Mitte Mai tagt der Arktische Rat im schwedischen Kiruna und berät unter Anderem über den Abbau der Bodenschätze in der Arktis. Greenpeace wird dann vor Ort sein und mit allen weltweit gesammelten Unterschriften und Fotos der Aktionen eine Ausweisung eines Schutzgebietes in der Hohen Arktis einfordern.

Verfasser: Wolfgang Weber