Umweltfest Rodenbach

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Bei strahlendem Sonnenschein war die Umweltmesse wieder einmal gut besucht. An unserem Informationsstand, der dieses Mal größer ausfiel als letztes Jahr, fanden sich zahlreiche an unseren Themen interessierte Besucher ein. Hauptschwerpunkt war natürlich Schutz der Arktis und ganz aktuell die Forderung „Lasst unsere Aktivisten frei". Am 19.09.2013 protestierten friedlich 28 Greenpeace-Aktivisten in der Arktis gegen die Ölbohrungen durch Gazprom. Dabei wurden sie und zwei Journalisten von der russischen Küstenwache festgenommen und befinden sich mittlerweile alle in Haft. Der Bürgermeister von Rodenbach unterzeichnete für den Schutz der Arktis und übermittelte seine Forderung zur Freilassung der Aktivisten an die russische Botschaft auf dem Symbol der Regenbogen-Taube, die das Schiff Arctic Sunrise trägt.

Ein ganz besonderer Anziehungspunkt stellte natürlich Rien Achterberg aus Neuseeland dar, Veteran und Mitbegründer von Greenpeace und Crew-Mitglied des ersten Greenpeace-Schiffes „Rainbow Warrior". Das einschneidenste Erlebnis für ihn war die Bombardierung der Rainbow Warrior im Jahr 1985. Damals war das Schiff auf dem Weg zum Mururoa-Atoll, um gegen die oberirdischen Atomtests der Franzosen zu protestieren. Im Hafen von Auckland brachte der französische Geheimdienst Bomben am Schiff an. Beim Sinken des Schiffes starb der Greenpeace-Fotograf Fernando. So hatte es aktuell für Rien Achterberg große Bedeutung, mit uns gemeinsam am Informationsstand zu sein, um für die Freilassung seiner in Russland inhaftierten Aktivisten-Kollegen Unterschriften zu sammeln. Der Bürgermeister von Rodenbach ließ sich als Zeichen der Solidarität mit Rien Achterberg fotografieren. Eine sehr beeindruckende Geste.

Es gab viele anregende Unterhaltungen mit Besuchern und die Bedeutung der Arktis sowie die Forderung nach einem internationalen Schutzgebiet wurden ihnen immer bewusster.

Natürlich kam auch unser weiteres Thema „Schützt die Bienen" nicht zu kurz, mit dem wir über das weltweite Bienensterben informierten. Viele Postkarten wurden unterzeichnet mit der Forderung des Verbotes der für Bienen und andere Bestäuber gefährlichen Pestizide. Auch unsere „fliegende Biene", die nach Pollen sucht auf bunten Blumen, fand wieder viel Begeisterung bei Kindern und auch bei Erwachsenen.

Die Honig-Milch-Bonbons waren sehr begehrt, die wir an unserem Bienenstand verschenkten. Großer Zuspruch fand der Film „More than honey", den wir im kleinen Saal der Rodenbachhalle vorführten. Diese Dokumentation veranschaulicht in einzigartiger Weise faszinierende Einblicke in das Leben der Bienen, deren Gefährdung durch den Menschen und die Problematik des weltweiten Bienensterbens. Die Zuschauer waren sehr beeindruckt.

Alles in allem war der Tag für die Besucher und uns sehr angenehm, informativ und wird in guter Erinnerung mit Blick auf eine umweltfreundlichere Zukunft bleiben.

Verfasser: Karin Adolph